Weiter Schleichverkehr in der Binzstraße – Update November 2017

Auf der Tagesordnung zur Bezirksverordnetenversammlung am 18.10.2017 stand ein Antrag, der das Ziel hat, Schleichverkehr durch die Binzstraße zu unterbinden. Leider wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.


Update vom 29.11.2017:

Der Antrag wurde auf der Sitzung der BVV am 18.10.2017 abgelehnt. Die Mehrheit der Verordneten stimmte bei 3 Enthaltungen ohne Aussprache gegen den Antrag. Auch eine Überweisung und damit eine tiefer gehende Diskussion des Themas in einem der Fachausschüsse ist damit vom Tisch.


Ursprungsartikel vom 16.10.2017:

Die Verordneten stellen in ihrem Antrag fest, dass die Binzstraße

vermehrt vom motorisierten Individualverkehr (MIV) als Ausweichstrecke zur Granitz- und Kissingenstraße als Verbindung zwischen Prenzlauer Allee und Berliner Straße genutzt

wird. Die Binzstraße hat an ihrem östlichen Ende an der Prenzlauer Promenade die einzige Einbiegemöglichkeit auf die Prenzlauer Promenade in Richtung Autobahn zwischen der Kissingen- und der Wisbyer Straße. Damit ist die Binzstraße offenbar für viele Autofahrende eine willkommene Alternative zu der oft zugestauten Granitz- und Kissingenstraße.

Binzstraße als Ausweichstrecke für die Kissingen- und Granitzstraße

Mit dem Antrag wird das Bezirksamt aufgefordert, als erste Maßnahme das 30er-Zonen-Schild am westlichen Ende der Binzstraße an der Berliner Straße für Autofahrende besser erkennbar zu gestalten. Durch Baumbewuchs wäre das Schild nicht mehr so gut sichtbar.

Einfahrt aus der Berliner Straße in die Binzstraße. Das Straßenschild ist grundsätzlich hervorragend erkennbar. Der Baum vor dem Schild wurde offenbar kurz zuvor gestutzt.

Vor Ort lässt sich das 30er-Zonen-Schild beim Einbingen aus der Berliner Straße hervorragend erkennen. Einzig eine leicht grüne Patina könnte die Reflektionseigenschaften des Schildes im Dunkeln beeinträchtigen. Den frischen Schnittstellen am Baum vor dem Schild zufolge, hat das Pankower Straßen- und Grünflächeamt hier offenbar kurz zuvor bereits Hand bzw. die Säge angelegt.

Die Binzstraße am Nachmittag eines Werktages: Mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Anlieger – eher ein Pendler, der die Binzstraße anstelle der zu dieser Zeit oft zugestauten Granitz- und Kissingenstraße nutzt.

Das Problem des Schleichs- bzw. Durchgangsverkehrs wird das Schild allein auch im einwandfreien Zustand nicht unterbinden können.

Antrag fordert Prüfung von verkehrsberuhigenden Maßnahmen

Daher fordert der Antrag in seiner jetztigen Fassung das Bezirksamt auf, die Attraktivität der Binzstraße als Abkürzung zu verringern und somit die Verkehrssicherheit in diesem Teil des Kissingenkiezes zu erhöhen. Mögliche Maßnahmen hierzu zählt der Antrag selbst auf: Einbahnstraßen, Aufpflasterungen, einseitige Fahrbahnverschwenkungen, Änderungen der Parkordnung, Warnbaken etc.

Entscheidung in der BVV steht noch aus

Ob und in welcher Form der Antrag beschlossen wird, entscheidet sich am 16.10.2017 oder erst nach der Behandlung im fachlich zuständigen Verkehrsausschuss.

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